Kinokulturwoche 2017

Und da war Sie – die kinoreichste Zeit des Vereins im ganzen Jahr: die Kinokulturwoche 2017. Einige hatten sich Urlaub genommen, andere schaufelten sich den Terminkalender für mind. die neun Kinoabende frei.

Erste Vorbereitungen wie z. B. das Holen der Wägen sowie der Soundanlage wurden bereits schon einige Tage vor dem offiziellen Aufbau an den Salzstadel gebracht und im Lager der Stadtbibliothek verstaut.

Je weniger Zeit bis zum Eröffnungsfilm dem „Brandner Kaspar“ blieb, desto mehr hofften alle des Aufbauteams auf eine regenfreie Zeit und auf so wenige wie möglich technische Zwischenfälle. Um sich natürlich nicht auf den Zufall sowie den Blick in den Himmel verlassen zu müssen, waren die Kontrolle und der dementsprechende Austausch der jeweiligen Wetterprognosen sowie der verschiedenen Regenradare der einzelnen Smartphone-Programme der Unterhaltungspunkt Nummer eins.

Natürlich haben wir auch in diesem Jahr wieder ein paar Neuerungen in petto. Äußerlich ziert nun eine eigens geplant und gebaute neue Filmbar von Bastian Schröger den Platz neben dem Cafèwagen. Was unser Sortiment anbelangt bieten wir neben der Salsa- nun auch eine Käsesauce zu den Nachos an. Wer also auf das unverwechselbare Popcorn verzichten möchte, kann auch auf herzhafte Spezialitäten zurückgreifen.

Zumindest am Anfangsfreitag sowie den darauffolgenden Samstag war uns die Sonne wohlgesonnen und bescherte uns angenehme Temperaturen am Salzstadel. Somit war schon ein großer Meilenstein getan, da am zweiten Tag die Big Band Juzzt Friends auf dem Platz von 10:30 bis 12:30 Uhr ein kostenloses Jazzkonzert gab. Eine kleine Besetzung des Teams von Kinokultur war natürlich auch wieder vor Ort und bot kühle und heiße Getränke an. Hinter den Kulissen hatte das Technik-Team des Vereins mit erheblichen Stromporblemen im Cafèwagen zu kämpfen, die aufgrund von Überlast entstanden sind. Herr Haag von den Stadtwerken konnte uns aber mit Rat und Tat zur Seite stehen und konnte das Problem aufklären. Um weitere Versorgungsengpässe zu vermeiden, wurde dann unser Stormanschluss unseren Bedürfnissen aufgerüstet.

Um die Ereignisse an diesem Tag nicht abreißen zu lassen, bot uns Frau Moser von dem Verein Nachbarschaftshilfe e. V. vor dem Film „Und wenn wir alle zusammenziehen“ einen sehr interessanten und zum Film passenden Vortag.

Der Sonntag – hätten wir das Bett nur nicht verlassen! Das dachten wir erst zum Ende des Tages. Zu Beginn war das allerdings noch nicht zu Ahnen! Also versammelte sich die Kino-Mannschaft wie schon mittlerweile wieder in gewohntem Rhythmus zum Aufbau der Vorstellung. Und da entpuppte sich auch schon das Kuckuckskind. Der Film „Unter Strom“, den wir eigentlich spielen wollten, war aber leider nicht in dem Karton, der uns geliefert wurde und aber mit dem bestellten Film deklariert wurde. Zu allem Überfluss wollten die Wolken Ihren Ballast nicht mehr mit sich herumtragen und so fing es auch noch zu regnen an. Nichts desto trotz überlegten wir, wie wir mit der Falschlieferung umgingen und was nun das weitere Vorgehen war. Nach ein paar Diskussionen, einigen fragenden Gesichter und Vorschlägen kam der Vorstand zu dem Schluss den Film „Saint Jaques… Pilgern auf Französisch“ zu spielen. Doch an den Aufbau war leider nicht zu denken, da sich der Regen nicht verziehen wollte. Und so stand die Entscheidung: der Film fällt aus! Das war er, der Tag um im Bett zu verweilen.

Am Montag jedoch kamen alle wieder aus ihren Löchern heraus und so verlief der Abend dieses Mal mit viel Irrungen und Wirrungen, weniger bei den Helfern, dafür aber im Film „Ödipussi“ und brachte so das sehr zahlreich erschienene Publikum zum Lachen.

Die beiden darauffolgenden Tage hatte das Wetter kein Erbarmen mit uns und so begann es während der Vorstellungen „ Le Havre“ sowie „Nachtlokal zum Silbermond“ zu regnen. Aber das Team von Kinokultur ließ sich nicht unterkriegen und so liefen die Filme wie gewohnt weiter durch den Projektor und trotzten jeglichem Wetter.

Jedoch mussten wir uns am Donnerstag den Regentropfen geschlagen geben und mussten den Film „Männerherzen“ entfallen lassen.

 

Den Freitag und Samstag war dann zwar wieder regenfrei, jedoch doch sehr kühl geworden und so wurden die beiden letzten Filme „Männerherzen 2“ und „Der Große Gatesby“ nicht sehr gut besucht.

Und so näherte sich eine Kinowoche mal wieder dem Ende. Wir blicken auf neun Tage mit mal mehr, mal weniger Regen am Salzstadel zurück und möchten uns natürlich recht herzlich bei unseren Sponsoren für die Unterstützung, ohne die eine Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich wäre sowie Herrn Haag von den Stadtwerken, der uns bei sämtlichen Angelegenheiten bezüglich Strom und Wasser zur Seite stand. Ein ganz besonderer Dank geht aber an Sie, unsere Zuschauer, die unsere Kinovorstellungen immer zu einem unverwechselbaren Erlebnis machen.